Marcin Grochowina wurde 1970 in Katowice (Polen) geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren spielte er im polnischen Rundfunk, mit vierzehn wurde er beim "Wettbewerb des jungen Klavierkünstlers" ausgezeichnet. Dies ermöglichte ihm das Studium im Musiklyzeum Katowice, einer Eliteschule, die viele namhafte Künstler hervorgebracht hat. Nach dem Musikabitur studierte er bis zum Diplom künstlerischer Reife an der Musikhochschule Freiburg. Dort war er von 1994 bis 2006 als Dozent tätig. Seit 2009 unterrichtet er Klavier am Konservatorium Bern. Inzwischen konzertiert er als Solist und Kammermusiker in mehreren Ländern Europas, USA, Kanada und China.
Marcin Grochowina ist einer der ganz wenigen Konzertpianisten, die neben dem klassischen Repertoire auch den Jazz und die Improvisation auf hoher professioneller Ebene beherrschen. Mit ungewöhnlichen Programmen, etwa einem Georg-Gershwin-Projekt, Kompositionen aus dem KZ Theresienstadt u.a. versucht Grochowina, die Spezialisierung des Konzertbetriebes zu durchbrechen und die künstlerischen Gesten von Komposition und Improvisation sinnvoll miteinander zu verbinden. Sein im Südwestrundfunk aufgenommener Klavierabend "Classic meets Jazz" mit Werken von Beethoven, Chopin, Ellington und Miles Davis fand grosse Beachtung.
In 1999 auf Einladung von sir Yehudi Menuhin nahm er am Konzert "Menuhin for muse" teil. In Zahlreichen Projekten wie z.B. "Beethoven und Improvisation", "Miles to Mozart", "Komposition-Inspiration-Improvisation" entwickelt sich Marcin Grochowina als Pianist, der "die Brücken schlägt".
Im Sommer 2006 und 2008 spielte er im großen Finale des Menuhin Festivals in Gstaad -«Tout le monde du violon».
In 2005 und 2006 hat er einen Meisterkurs in der Musikhochschule Shenyang und Dalian (China) geleitet.
Im Chopin-Jahr 2010 wird er sein neues Projekt „Chopin Visions“ vorstellen.
Marcin Grochowina ist der Preisträger des internationalen ZMF-Festivals Freiburg 2009.